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4 Trends auf der K2025
Bei der Messe K 2025 lag der Schwerpunkt auf der Gestaltung der Kreislaufwirtschaft, einer positiven Einstellung zur Digitalisierung und dem Wohlbefinden der Mitarbeiter. Mit acht Veranstaltungstagen, 177.500 Besuchern und 3.020 Ausstellern gab es viel zu sehen und zu entdecken, insbesondere für die Spritzgießbranche.
Wir sandten unser Team über die 177.516 Quadratmeter Ausstellungsfläche und fragten alle nach den vier nicht zu versäumenden Highlights.
Nachhaltigkeit durch Gewichtsreduzierung und alternative Materialien
Nachhaltigkeit hat in unserer Branche weiterhin höchste Priorität. Spritzgießtechnologien konzentrieren sich zunehmend auf die Gewichtsreduzierung, d. h. die Verringerung des Materialverbrauchs ohne Beeinträchtigung der Festigkeit oder Leistung.
„Wir haben die Spritzgießtechnologie (ICM) in Aktion erlebt: Der geschmolzene Kunststoff wird in einen nicht vollständig geschlossenen Formhohlraum gespritzt. Die Form wird dann schnell geschlossen, wobei das Polypropylen komprimiert wird, um den Hohlraum vollständig auszufüllen. Es wird weniger Material und Energie verbraucht, was zu einer dünnwandigeren Verpackung führt. Der Verpackungsteil wird immer noch in einem Schritt hergestellt und veredelt“, erklärt Evie Vens, Business Development Manager.
Gleichzeitig setzen die Hersteller auf alternative und recycelte Materialien, um den Zielen der Kreislaufwirtschaft und gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden. PET- und rPET-Spritzgießen sind ein Beispiel dafür. Produktdesigns für die Kreislaufwirtschaft, chemisches und mechanisches Recycling und biobasierte Materialien waren ebenfalls wichtige Themen.
Funktionales IML für vernetzte Verpackungen
Beim IML geht es nicht mehr nur um das Design. Eines der diesjährigen Schwerpunktthemen der K 2025 lautete „Embracing Digitalization“ mit dem Trend zu funktionalen Etiketten, die dem Endprodukt einen Mehrwert verleihen.
„Denken Sie an RFID-Etiketten, QR- und eindeutige Codes oder digitale Wasserzeichen: Diese intelligenten Etiketten ermöglichen die Rückverfolgbarkeit, den Schutz vor Fälschungen und einen Datenzugriff in Echtzeit, insbesondere in Bereichen wie dem Gesundheitswesen, bei wiederverwendbare Verpackungen und in der Logistik. Das Ergebnis: Verpackungen, die nicht nur attraktiv, sondern auch intelligent und vernetzt sind“, erklärt Nico Van de Walle, Product & Circular Economy Manager bei MCC Global IML.
Eine KI-Revolution steht bevor
Künstliche Intelligenz revolutioniert das Spritzgießen. Auf der K 2025 präsentierten mehrere Aussteller selbstoptimierende Systeme, die mit KI die Prozessparameter in Echtzeit anpassen.
„Diese intelligenten Zellen reduzieren den Ausschuss, verkürzen die Einrichtungszeiten und gewährleisten eine gleichbleibende Produktqualität. Der Trend spiegelt eine allgemeine Verlagerung hin zur autonomen Fertigung und zur Null-Fehler-Produktion wider und hilft Herstellern, den Arbeitskräftemangel zu kompensieren und die Effizienz zu steigern“, erklärt Maurizio Carano, Marketing & Innovation Director bei MCC Global IML.
Erfüllung der PPWR-Ziele
Ein wichtiges Gesprächsthema auf der Messe war die EU-Verordnung für Verpackungen und Verpackungsabfälle. Aussteller und Branchenführer betonten, dass Verpackungen aus Monomaterial eine wichtige Voraussetzung für die Kreislaufwirtschaft sind. Wegen der Kompatibilität mit automatischen Sortier- und Materialrückgewinnungssystemen ist Monomaterial eine praktische Lösung, um das EU-Ziel von 100 % recycelbaren Verpackungen bis 2030 zu erreichen.